Sehnsucht

Sehn­sucht führt über das eige­ne begrenz­te Ich hin­aus und rela­ti­viert die Pro­ble­me, mit denen wir um her­um-schla­gen. Sie befreit vom Zwang, alles Schö­ne und Erfreu­li­che fest­hal­ten zu müs­sen. Wir kön­nen uns dar­an freu­en, aber auch wie­der davon tren­nen. Sehn­sucht macht uns fähig, mit­ten in den Kon­flik­ten des Lebens gelas­sen zu blei­ben. Was unse­re Erwar­tun­gen nicht erfüllt, ver­mag die Sehn-sucht zu ver­tie­fen. Nicht Fru­stra­ti­on und Trau­rig­keit sind dann die Kon­se­quenz, son­dern inne­re Frei­heit und Zuver­sicht. Alles, was quer­läuft, kann dem, der sei­ner Sehn­sucht traut, sei­ne Lie­be und Lie­bens­wür­dig­keit nicht rau­ben. Es wird sie nur stär­ken und ver­tie­fen. [1]

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[1] Zit. Pater Anselm Grün, Das Glück beginnt in dir,
Gute Gedan­ken für jeden Tag, 23. April, Der Sehn­sucht vertrauen
Her­der Ver­lag 2010

Die Sehnsucht veredelt unsere Seele.

abge­lei­tet von
Johann Kas­par Lava­ter (1741 — 1801),
Schwei­zer evan­ge­li­scher Theologe,
Reli­gi­ons­phi­lo­soph und Schriftsteller

Die Sehn­sucht trai­nie­ren und kultivieren:

  • Ich ste­he zu mei­nen Sehnsüchten.
  • Ich wid­me mich mei­nen Sehn­süch­ten und
    spüre/folge ihnen nach.
  • Ich tei­le mei­ne Sehn­süch­te mit mei­nen Freunden
    und mit den Men­schen, die ich liebe.
  • Gera­de in schwie­ri­gen Situa­tio­nen schaue ich
    auf mei­ne Sehnsüchte.

Der Sehn­sucht ver­wand­te Tugenden:

Ver­lan­gen, Stre­ben, Begeh­ren, Wunsch & Traum

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Bild­nach­weis:
Bild-Nr. 3082830 von Robin Hig­gins  •  Los Angeles
zuge­schnit­ten und bear­bei­tet, Pixabay

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