Disziplin

Die Dis­zi­plin führt mich ein in mein Leben. Sie lehrt mich, die Rea­li­tät anzu­neh­men, mein Leben selbst in die Hand zu neh­men und schafft eine kla­re Ord­nung. Dis­zi­plin meint im Latei­ni­schen die Leh­re, die Ord­nung und die Metho­de. Ich brau­che eine Metho­de, um zu erfas­sen, auf­zu­tei­len und zu zer­glie­dern. Dis­zi­plin ist nichts Pas­si­ves und setzt vor­aus etwas in die Hand zu neh­men, zu dre­hen und zu wen­den. Ich neh­me mei­ne Leben in die Hand, schaue es mir an und über­le­ge, wie ich es so glie­dern kann, dass ich wirk­lich lebe, dass ich selbst lebe, anstatt gelebt zu wer­den. Weil Dis­zi­plin und Ord­nung frü­her über­trie­ben wur­de, haben wir jahr-zehn­te­lang die Dis­zi­plin eher ver­nach­läs­sigt und dach­ten ohne sie aus­zu­kom­men. Doch damit gaben wir ein Werk­zeug aus der Hand, unser Leben selbst zu for­men und zu gestal­ten. [1]

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[1] Zit. Pater Anselm Grün, Bleib dei­nen Trä­nen auf der Spur, Buch der Sehn­sucht, HERDER spek­trum, Ver­lag Her­der Frei­burg im Breis­gau, 7. Auf­la­ge 2007, Sei­te 144+145, LEBEN STATT GELEBT ZU WERDEN

Disziplin ist die Kunst,
das Leid des Lebens zu verringern.

© John Brad­shaw
(1933 — 2016)
war ein US-ame­ri­ka­ni­scher Phi­lo­soph,
katho­li­scher Theo­lo­ge, Psy­cho­lo­ge und Autor

Sich in Dis­zi­plin trai­nie­ren:

  • Ich erken­ne, dass die Dis­zi­plin weit über die Aske­se hin­aus­geht.
  • Ich erfas­se mein Leben wie es ist und ler­ne es metho­disch anzu­ge­hen.
  • Ich neh­me mein Leben selbst in die Hand.

Der Dis­zi­plin ver­wand­te Tugen­den:

Selbst­be­herr­schung, Ord­nung und Metho­de

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Bild­nach­weis:
Bild Nr. 4052817 von JHFL aus Ita­li­en
zuge­schnit­ten, Pixabay

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