Klugheit

Klug­heit ist vor­wärts­ge­rich­tet und sie schaut vor­aus. Das latei­ni­sche Wort für die Klug­heit, pru­den­tia, ist die Kurz­form von pro­vi­den­tia, der Vor­aus-Schau. Die Klug­heit hat einen wei­ten Blick. Sie ist die Fähig­keit, in Gedan­ken die Zukunft vor­weg­zu­neh­men. Sie sieht im Geist, wel­che Hand­lun­gen zu wel­chem Ergeb­nis füh­ren wer­den und wählt die Hand­lung aus, die zum gewünsch­ten Ziel führt. „Kon­se­quenz­ana­ly­se“ Wer die Kon­se­quen­zen durch­denkt, wer vor­aus­schaut, der kann klug han­deln. Klug­heit ist eine prak­ti­sche Tugend. Es geht bei der Klug­heit nie nur um Theo­rie, son­dern um klu­ges Han­deln. Nur wer klug han­delt, ist ein klu­ger Mensch. Wer dage­gen klu­ge Gedan­ken hat, sie aber nicht umsetzt, ist dumm. [1]

[1] Zit. Pfr. Stef­fen Tie­mann, Tugen­den – Kraft­quel­len für einen star­ken Cha­rak­ter, Brun­nen Ver­lag Gie­ssen, 1. Auf­la­ge 2016, Sei­te 14 ff.

Aus der Klugheit erwachsen drei Früchte:
wohl denken, wohl reden, recht handeln.

Demo­krit
(460 — 370 v. Chr.)

Klug­heit trai­nie­ren und kultivieren:

  • Ich schaue vor­aus und mache mir kla­re Gedanken.
  • Ich hal­te mir klar die Kon­se­quen­zen vor Augen, für mei­ne Gedan­ken, Wor­te und Taten.
  • Ich mache mir klu­ge Gedan­ken und set­ze sie dann in die Tat um.

Der Klug­heit ver­wand­te Tugenden:

Geschicktheit, Weis­heit und Gelehrt­heit, Intelligenz

Bild­nach­weis:
Bild-Nr. 30077974 von Gerd Alt­mann  •  Freiburg
zuge­schnit­ten, Pixabay

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